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Wissenswertes


Die Herzkathetertechnik wurde um 1945 als heute wesentliches Diagnoseverfahren bei Herzbeschwerden eingeführt und in seinen Möglichkeiten ständig weiter entwickelt. Im HGZ-Göttingen werden pro Jahr fast 3.000 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Ohne sie wären das Aufspüren von Durchblutungsstörungen, das Einsetzen von gefäßerweiternden Stents - ca. 1.200/Jahr im HGZ, die Elektrophysiologie und ihre Therapie von Vorhofflimmern durch Ablation undenkbar. Es finden allein ca. 250 elektrophysiologische Untersuchungen, 180 Ablationen und fast 100 Vorhofflimmerablationen statt.

Ärzte des HGZ-Göttingen hatten maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Zugangsweges über die Handgelenksarterie (Radialis). Dieser Zugangsweg ist nicht nur erheblich angenehmer für den Patienten (man kann unmittelbar nach der Intervention aufstehen: kein Liegen mit Druckverband, keine "Bettpfanne", keine Nachblutung etc.), sondern führt auch zu langfristigen besseren Ergebnissen an den behandelten Koronargefäßen, weil die wichtige Blutverdünnung wegen praktisch nicht-vorhandener Nachblutungen, viel seltener abgesetzt werden muß.

Durchblutungsstörungen sind häufig asymptomatisch und ein führender prognostischer Faktor für Herz- und Gefäßkrankheiten. Nur Wenige wissen, daß die jährliche Letalität nach Amputation einer Extremität aufgrund von Durchblutungsstörungen über 35% liegt. Deshalb ist es unser zentrales Anliegen, Durchblutungsstörungen frühzeitig aufzuspüren und auch frühzeitig z.B. mit Gefäßaufweitung bzw. Stent zu behandeln (und nicht erst Gehtraining zur Verbesserung der Umgehungskreisläufe). Darüber hinaus hat sich das HGZ-Göttingen insbesondere auf die Behandlung schwerster Durchblutungsstörungen z.B. mit bereits vorhandenen Geschwüren insbesondere im Bereich der Unterschenkel- und Fußarterien spezialisiert.

Als weiteren Schwerpunkt arbeiten wir innerhalb des Gefäßzentrum eng mit den Neurologen zur Behandlung von Engstellen der Arteria Carotis (Hirnarterie) zusammen und inplantieren pro Jahr bei mehr als 50 Patienten sogenannte Stents unter Verwendung von sog. Protektionssystemen (verschiedenste Systeme) zur Vermeidung eines erneuten oder eines ersten Schlaganfalls. In dem Zusammenhang ist es ein besonderes Merkmal des HGZ-Göttingen auch verschiedenste Zugangswege zur weiteren Minimierung der ohnehin sehr niedrigen Komplikationsrate zu verwenden (siehe Publikationen)